Mein erster Swingerclubbesuch – Teil 2

Geschrieben von Lynn


… Fortsetzung von Teil 1

Der Abend wäre weniger denkwürdig verlaufen, hätte ich nicht Stefan und Amelie kennengelernt. Amelie sprach mich an der Bar an, als ich mir gerade ein Bitter Lemon holen wollte (bis heute mein Standard-Clubgetränk, ist ein bisschen so wie mit Tomatensaft im Flugzeug, sonst schmeckt es mir eigentlich nicht so gut).

Ich muss wohl zu sehr wie eine Anfängerin gewirkt haben, denn Amelie fragte frei heraus, ob das mein erster Besuch im Club sei. Ich bejahte und blieb an ihrem strahlenden Lächeln und ihrer beeindruckenden, haselnussbraunen Haarpracht hängen. Frauen fand ich schon immer anziehend, bis auf Bi-Erlebnisse mit einer ehemaligen Exfreundin meines ersten Partners war ich allerdings bisher noch nicht in den Genuss gekommen.

Amelie war etwa Anfang 40 und hatte einen beeindruckenden Körper, dessen Hüftschwung ich auf dem Rückweg zur Sitzgruppe bewundern konnte. Wir nahmen Platz, sie wandte sich mir zu und legte ihre Beine auf meinen Beinen ab. Hui. Ich zog scharf Luft über die Unterlippe ein. Mit so viel Körperkontakt zu einer Fremden hatte ich nicht sofort gerechnet. Die Haut an ihren Schenkeln war unglaublich weich und sie duftete nach Kokosnuss, als sie mir näher kam und ein Gespräch mit mir begann. Dabei streichelte sie mit ihrer ebenfalls zarten Hand meinen Oberschenkel.

Sie berichtete, dass sie ab und zu mit ihrem Mann in Swingerclubs ging, vornehmlich auf der Suche nach Frauenkontakten. Er brauchte das nicht so sehr wie sie. Aber es gefiel ihm natürlich, ihr und einer weiteren Frau zusehen zu können.

Ein paar Minuten später kam auch Stefan, ihr Mann, zurück. Er hatte eine entspannte Zeit in der Sauna des Clubs verbracht und schien wenig verwundert, seine Frau mit einer weiteren Dame anzutreffen. Er stellte sich mir freundlich vor, war aber überhaupt nicht mein Typ. Stefan bot an, uns noch eine Runde Getränke zu bringen und wir unterhielten uns noch eine halbe Stunde zu Dritt. Über ihren “Swingerwerdegang”, ihre guten und schlechten Erfahrungen, die Grundlagen des Swingens usw.

Irgendwann spürte ich wieder vermehrt Amelies Hand auf meinem Bein. Mir war bewusst, dass das Leeren meines Getränkes das stille Einverständnis zum “Aufbruch” Richtung “Matte” war. Ich trank aus. Amelie sprang förmlich auf, nahm mich an der Hand und zog mich in Richtung “Vergnügungsbereich”. Zu dritt liefen wir einen Flur entlang, schummrig beleuchtet und dekoriert mit Vorhängen, Pflanzenranken und Bildern hinter Glas. Er hatte die Anmutung eines Hotelflurs, mit den vielen angrenzenden Türen/Räumen. Manche davon waren mit Schiebetüren ausgestattet, die den Blicke und neugierige Gäste abhielten, während andere frei zugänglich waren, oder mit Glaseinsätzen und Löchern versehen, so, dass man dadurch die Personen im Raum betrachten konnte. Amelie erläuterte mir, dass man diese Räume in Swingerclubs “Spielwiesen” nennt. Da wo die Action stattfindet. Manche der Zimmer standen unter speziellen Mottos, darin drehten sich runde Betten in künstlichen Rosengärten, afrikanische Masken beobachteten das bunte Treiben von der Wand aus, oder ein barockes Spiegelzimmer luden zum Verweilen ein. Andere waren recht nüchtern ausgestattet, ein paar lose Ketten, die von der Decke hingen, ein Gynstuhl und ein Bett, welches man in schwarze PVC-Laken gehüllt hatte.

Schließlich landeten wir zu Dritt in einem der Räume. Mir war es wichtig, vorher noch anzusprechen, dass ich zwar Beide sympathisch fand, aber Stefan nicht mein Fall war. Der nahm diese Aussage ganz entspannt hin, setzte sich auf den oberen Teil der treppenförmigen Spielwiese und ließ sich von Amelie streicheln. Währenddessen begab ich mich bei ihr auf Erkundungstour und schälte sie aus ihrem Kleid, während ich ihren Rücken mit Küssen bedeckte. Sie roch so verdammt gut. Ich vergrub mein Gesicht in ihren Haaren und packte sie an den nackten Hüften. Mir selbst hatte ich so viel Courage gar nicht zugetraut. Amelie stöhnte und drehte sich zu mir um. Stefan legte derweil bei sich selbst Hand an und beobachtete uns.

Amelie zog mich mit sich in die Horizontale, schlang ihre langen Beine um mich und drückte sich an mich. Wie heißt sie war. Wortwörtlich. Die Temperatur zwischen ihren Beinen konnte ich selbst durch den Stoff meines Catsuits spüren, den ich zu dem Zeitpunkt noch anhatte.

Sie zog mir den Reißverschluss auf und fuhr mit ihren Fingernägeln in kreisenden Bewegungen über meinen Rücken. Schließlich streifte sie mir den Anzug ganz herunter, nur um von meinen Knöcheln an meine Beininnenseiten wieder hinauf zu streichen und zu kratzen, bis sie ihre Lippen in meinen Schoß presste. Quälend langsam tat sie dies ein paar Mal. Dabei lag ich auf dem Rücken und konnte über mir Stefans lustverzerrtes Gesicht sehen, sowie die Augen der Zuschauer, die sich mittlerweile um das Podest versammelt hatten. Amelie kniete über mir und rieb sich nun an meinem Oberschenkel. Ich berührte dabei ihre Brüste. Klein, fest und warm. Ich spürte ihre Nässe, die sie mit jedem Stoß ihrer Hüften auf mir verteilte.

Im Nachhinein fiel es mir schwer abzuschätzen, wie viel Zeit vergangen war, wie lange wir uns auf der Matte vergnügt hatten. Als Amelie schließlich kam, war ich unheimlich erschöpft, wir beide schweißnass. Die ganze Situation hatte mich angestrengt, die ungewohnten Beobachter, das Raumklima, die neuen Gerüche, Eindrücke. Beinahe war ich froh, als ich danach unter der Dusche stand, Amelie mir den Rücken einseifte und sich an mich presste. Das Wasser wurde langsam kalt, aber ich genoss die Erfrischung und holte mir noch ein paar Küsse von Amelie.

Zusammen gingen wir wieder vor an die Bar, dort verriet uns die Uhr, dass der Club in weniger als einer halben Stunde schließen würde und traten den Heimweg an.

Der Abend war für mich ein Befreiungsschlag und bis heute genieße ich nicht nur das gelegentliche Swingen, die Atmosphäre in den Clubs (die an den richtigen Orten so überhaupt nichts mit den unschönen Bildern aus Mitternachtsreportagen zu tun hat), das Annähren und Flirten, sondern auch das intensive Aufeinandertreffen mit anderen Frauen.

Autor: Lynn & Chris

Wir sind Lynn und Chris. Ein ganz normales Ehepaar. Genauer gesagt: Ein ganz normales, polyamor lebendes BDSM-Ehepaar. Dies sind unsere Geschichten.

2 Kommentare zu „Mein erster Swingerclubbesuch – Teil 2“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s